Kreativer Geburtstagsspaß mit Freunden

Druckgeburtstag 17/1-01

Gleich nach den Weihnachtsferien hatte Bastian seine Freunde in den kleinen Gutenberg zum Geburtstagsdrucken eingeladen. Sechs Jungs und zwei Mädchen waren mit von der Partie. Mama und Papa brachten Getränke und leckere Sachen zum Essen mit.

Bastian hatte das Drucken mit Linoldruckstöcken schon mal im Druckladen des Gutenbergmuseums in Mainz probiert und es hatte ihm gefallen. Seine Geburtstagsgäste hatten noch keine Erfahrung damit und waren entsprechend gespannt, was da auf sie zukäme.

Während Bastians Mama in der Küches schon mal alles für das Geburtstagsbüfett richtete, erklärte B. Schmitt den Gästen, welche Möglichkeiten ihnen offen standen.
Das Anfertigen eines Linoldruckstockes zum Drucken von Karten  oder eine Frottage  in beliebiger Größe waren Möglichkeiten Bilder herzustellen. Das Setzen von Text, der mit fertigen Linoldruckstöcken in ein Setzschiff montiert und dann als Plakat gedruckt würde, war eine weitere Möglichkeit.

Da alle Kinder sich für das Anfertigen eines Linolschnitts entschieden, machte Bastians Mama sich daran, die Namen aller Kinder für ein Plakat zu setzen, das dann gedruckt für jeden ein gemeinsames Geburtagssouvenir werden konnte.

Die Schritte beim Herstellen eines Linolschnitts sehen folgendermaßen aus:
Zunächst wird ein Entwurf auf ein – in diesem Fall DIN A 6 großes – Blatt gezeichnet.
Das Motiv wird am Fenster oder auf einer von unten beleuchteten Glasscheibe auf die Rückseite des Blattes – seitenverkehrt – durchgezeichnet.
Diese Seite des Bildes wird mit Kohlepapier auf die rohe Linolplatte in der gleichen Grüße übertragen.

Jetzt braucht man noch ein Schneidebrett und ein Linolmesser – hier wählt man das, mit dem man zunächst am besten schneiden kann. Nun wird das Motiv nach und nach ausgehoben. Nicht jedem Anfänger/ jeder Anfängerin fällt das gleich leicht. Erst muss jede(r) ein Gefühl entwickeln, in welchem Winkel das Messer angesetzt wird. Weder soll es dauernd von der Oberfläche des Linols abrutschen, noch zu tief in das Material einschneiden.
Ist der Linoldruckstock fertig, dann kann man ihn mit Klebestreifen auf ein Holzbrettchen befestigen. Dieses wird in ein Setzschiff gelegt und von Magneten oder Schließstegen festgehalten. Mit der Farbwalze wird Farbe nach Wahl aufgetragen, Papier aufgelegt und mit der Druckwalze darüber gefahren.

Am Ende hatten alle Geburtstagsgäste mehrere farbige Karten mit ihren Druckstöcken gedruckt und konnten diese samt Druckstock mit nach Hause nehmen.

Da am Schluss die Zeit knapp wurde, druckte B. Schmitt am nächsten Tag für alle Kinder noch ein Plakat mit den neuen Linolmotiven und den von Bastians Mama gekonnt gesetzten Namen aller Kinder. Alles in Allem war es ein sehr produktiver Nachmittag für alle!

Übrigens in der Pause gab es natürlich Bastians Geschenke und Schmackhaftes zum Essen und Trinken.

Sprachkurs für friedliches Miteinander

 

 

TN SPK Modul 4

Stellungnahme des Sprachkurses Modul 4 der VHS Worms zu Terroranschlägen, Krieg, Rassismus u. Intoleranz

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ebenso wie die Lehrkräfte des Sprachkurses Modul 4 der VHS Worms aus Albanien, Angola, Deutschland, Eritrea, dem Iran, Litauen und Syrien teilen die Trauer um die Opfer des jüngsten Terroranschlags in Berlin sowie der vielen anderen Terroranschläge im Laufe dieses Jahres.

Wir setzen uns ein für ein friedliches und demokratisches Miteinander aller Religionen und Nationen. Wir sind gegen Hass, Rassismus und Intoleranz und verurteilen jedweden Terror und kriegerische Gewalt in unseren Heimatländern und überall in der Welt!

Worms, den 22.12.2016

Unterschrieben von allen TeilnehmerInnen und den
beiden Lehrkräften Bertram Schmitt und Andrea Rastätter

Fledermäuse im kleinen Gutenberg

 

Am Montag, den 05.08.2016, kamen zehn kleine „Fledermäuse“ der Nibelungenschule Lampertheim-Hofheim in die Drucklernwerkstatt „geflattert“.
Fledermäuse heißen die Kinder der Grundschulbetreuung, die vom Schulverein der Nibelungenschule Hofheim getragen wird. Der Hort hat auch in der 2. Ferienhälfte geöffnet und bietet meist besondere Programmpunkte an. So war es naheliegend mit der Bahn nach Worms zu kommen, da sowohl die Schule wie die Drucklernwerkstatt nur einige Minuten vom Bahnhof entfernt liegen.
Zehn Erst – und ZweitklässlerInnen begleitet und unterstützt von Frau Akrivi, Frau Bechtel und FSJler Kevin versuchten sich beim Drucken mit fertigen Linoldruckstöcken und probierten das Setzen und Drucken von kleinen Texten.
Auch das Erstellen von Frottagevorlagen aus Pappe samt Walzen von farbigen Durchdrucken fand guten Anklang. Zwischendurch hatten die Kinder Spaß daran sich Buchzeichen mit kleinen Linolstempeln zu gestalten.
Natürlich war bei der vielen Arbeit auch mal eine Pause angesagt.
Nach viel kreativen Spaß beim Drucken waren alle gut gelaunt beim Abschied.

Ganztagsfest am RSG

 

Am Mittwoch, den 13.07.16 fand das jährliche Fest des Ganztagsschulbereichs des RSG statt. Der kleine Gutenberg war mit dabei mit einer mobilen Druckwerkstatt. Zwischen 14.00 und 16.00 Uhr konnten SchülerInnen und Eltern mit fertigen Linoldruckstöcken drucken und mit Linolstempeln stempeln.

Während der BUT-Woche des RSG vom 09.-12.05.16 waren bereits SchülerInnen der 5. und der 6. Klasse des Ganztagsbereichs des RSG in der Lernwerkstatt zu Gast.
Linolmotive wurden ausgehoben. Mit beweglichen Metalllettern setzten Sie passende Sprüche und Kurztexte und druckten beides einzeln oder in Kombination auf Papier oder Bildkarten.
Da die Arbeit in der Druckwerkstatt viel Spaß gemacht hatte, kamen alle Fünft – und Sechstklässler auch am 28. und 30.06. und am 04. und 5.07. nochmal in die Werkstatt. Natürlich wurde neben und mit der praktischen Arbeit auch etwas an thoeretischemWissen über Johannes Gutenberg und seine Erfindung gelernt.

Beim Ganztagsfest kamen einige der bisherigen 5. und 6. Klässer und fertigten neue Drucke. Auch etliche künftige SchülerInnen der 5. Klassen im kommenden Schuljahr samt Eltern nutzten die Gelegenheit: druckten Linolschnitte auf Karten oder stempelten Lesezeichen oder Aufkleber.

Gleich 4 Mädels aus unserem wöchentlichen Mittwochsworkshop waren mit am Rudi und halfen als „Assistentinnen“ des DkG mit; Katharina, Lana, Pauline und Zoe. Sie werden übrigens ab August das fünfte Schuljahr am Rudi besuchen und haben gerne schon mal in ihre neue Schule reingeschnuppert.

Projekttag – 125 Jahre Neusatzschule

 

Anlässlich des 125 jährigen Jubiläums der Neusatzschule führten alle Klassen eine Projektwoche durch. Die Schülerinnen von Herrn Karagöz beschäftigten sich mit dem Thema Drucken und kamen deswegen einen Morgen in die Druck-Lernwerkstatt, um verschiedene Drucktechniken auszuprobieren.
Zunächst gab es eine Einführung in die Erfindung von Johannes Gutenberg und das Setzen mit beweglichen Metalllettern.
Die praktische Umsetzung folgte gleich darauf. Mit großen Holzbuchstaben ließ sich das Plakat für den Verkaufstand hervorragend setzen und drucken.
Natürlich wollten die Kinder auch Linolschnitt probieren. Die selbst gedruckten Karten konnten sie prima am Projektstand zum Verkauf anbieten.
Am Schluss hatten alle das Gefühl ordentlich was geschafft zu haben und freuten sich auf den Präsentationstag am Samstag.
Samstag stellten unsere SchülerInnen wie alle AGs ihre Projekte vor:
Zum Verkauf gab es Jutetaschen mit dem farbigen Profil der Schulfassade und gedruckte Linolkarten. Fotos der Projektwoche zeigten, wie alles hergestellt wurde.

Schüler gegen Rassismus

 

 

Nachrichten Worms 01.05.2016

Worms: Schüler demonstrieren in der Innenstadt gegen Rassismus

Von David Zerfass

WORMS – „Nazis essen heimlich Döner“, „Worms ist bunt, nicht braun“, „Rassismus ist keine Meinung, Rassismus ist ein Verbrechen“. Schildern mit diesen Schriftzügen blickten Lukas Böhm während seiner ersten Kundgebung auf der Demonstration gegen Rassismus vor dem Hauptbahnhof entgegen.

Er bezog eine ganz klare Stellung: „Rassismus ist keine Alternative für Deutschland“. Die Anspielung auf die AfD, die Alternative für Deutschland, die sich aktuell in der gesamten Bundesrepublik im Aufschwung befindet, ist kein Zufall. Er kritisierte deren Flüchtlingspolitik und betitelte einige Forderungen aus dem Parteiprogramm als menschenverachtend. „Wir erlangen massiv kulturellen Reichtum durch die Integration der Geflüchteten. Wir sind ein vergleichsweise reiches Land, warum sollen wir ärmeren Menschen nichts von unserem Reichtum abgeben?“, fragte er die rund 90 Demonstrierenden.

Auf dem anschließenden Rundweg durch die Wormser Innenstadt entlang der Siegfriedstraße auf die Römerstraße, über den Römischen Kaiser durch die KW wieder an den Bahnhof, schrieb er in regelmäßigen Abständen mit Kreide Botschaften auf die Straße: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, „Refugees welcome“, „Keine Waffen für Syrien“. Die Demonstrierenden folgten ihm unter lauten Pfiffen und Ausrufen wie „Nationalismus raus aus den Köpfen“ oder „Ob Pegida oder AfD, stoppt den Rechtsruck in der BRD“. Während des Marsches schlossen sich vereinzelt weitere Passanten dem Zug an.

„Nicht nur Nazis demonstrieren“

Am Römischen Kaiser machte Anna Mielke vom Helfer- und Unterstützerkreis noch einmal klar, dass auch Deutschland durch diverse Waffenexporte eine Mitschuld am Syrienkrieg trage. Sie nennt vereinzelt Schicksale geflüchteter Menschen, aus Eritrea habe sie jemanden kennengelernt, der „nicht in Eritrea für einen der blutigsten Diktatoren kämpfen wollte“. Daher floh er durch die Wüste und über das Mittelmeer. Auch die Gewerkschaften beteiligten sich maßgeblich. Verdi-Gewerkschaftssekretär Wolfgang Mayer nahm an der Demonstration teil und Florian Elz vom Deutschen Gewerkschaftsbund vollzog auf dem Obermarkt eine weitere Kundgebung. Er ist der Ansicht, dass die AfD nur durch die Verunsicherung der Arbeitnehmer und durch verbreitete Ängste vor einem sozialen Abstieg einen so hohen Zuspruch erhält. „Soziale Gerechtigkeit und AfD sind ein absoluter Widerspruch.“

Lukas Böhm ist Vorstandsmitglied der Stadtschülervertretung, Schulsprecher des Eleonoren-Gymnasiums und besucht die 12. Klasse. Er wählte bewusst den ersten Mai als Veranstaltungstag. „Gerade weil am ersten Mai oft demonstriert wird und auch oft Naziaufmärsche stattfinden. Wir wollen zeigen, dass nicht nur Nazis demonstrieren sondern dass auch die andere Seite laut wird.“ Gemeinsam mit Ibo Handjiev, Martin Neumüller und Björn Thon rief er die Demonstration ins Leben. Auch als Reaktion auf den Aufmarsch des „III. Weges“, aber in erster Linie um ein Zeichen zu setzen. Dieses Zeichen war eindeutig, zog Aufmerksamkeit auf sich und ist Teil einer Bewegung, die es verdient, höheren Anklang zu finden.

Bericht: Wormser Zeitung 02.05.16

Geburtstagsfest mit Gutenberg

Geburtstagsdruck 16-04.11

Friederike (v. l.) Elina, Christina und Lotte arbeiten in der Werkstatt von Bertram Schmitt
Foto: Fotoagenten/ Allesandro Balzarin

Geburtstagsfest mit Gutenberg

Von David Zerfaß

WERKSTATT-SCHULE Workshops vermitteln Geschichte und Praxis der Druckkunst

WORMS – Die kleine Lotte Freudenberger feiert Geburtstag. In diesem Jahr allerdings auf eine ganz besondere Art und Weise. Auf den Spuren Johannes Gutenbergs und unter Anleitung von Bertram Schmitt druckt sie sich gemeinsam mit ihren Gästen ein Buch.

Zunächst platziert sie bewegliche Lettern auf dem Setzschiff und färbt sie anschließend ein. Ihrer Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt. Sie entscheidet sich für den Spruch: „Schau immer nach vorne, niemals nach hinten“, natürlich darf der Smiley am Ende des Satzes nicht fehlen. Am Ende hat sie eine farbenfroh gestaltete Seite und strahlt über das ganze Gesicht.

Lotte kennt sich bereits mit dem Druckhandwerk gut aus, denn sie besucht jeden Mittwoch den Workshop in der Lernwerkstatt „Der kleine Gutenberg“. Wie der Name schon vermuten lässt, erlernen die Teilnehmer das Drucken mit beweglichen Lettern, wie es Gutenberg damals erfand. Silvie Freudenberger, Lottes Mutter, beobachtet die Begeisterung ihrer Tochter seit dem ersten Workshopbesuch.

Für sie spielt dabei auch der Leiter und Inhaber der Werkstatt Bertram Schmitt eine entscheidende Rolle: „Da merkt man, dass er Lehrer war. Er leitet die Kinder an mit einer Engelsgeduld.“

Bis August letzten Jahres war Schmitt Rektor der Nibelungenschule in Lampertheim-Hofheim. Nachdem die Berliner Bank Anfang der 90-er Jahre ihre eigene Druckerei auflöste, übernahm Schmitt sämtliche Utensilien und Werkzeuge und richtete zunächst in seiner Schule eine Klassendruckerei ein. Da die Druckerei aus Zeit- und Lehrplangründen nicht regelmäßig zum Einsatz kam, reifte in ihm während der letzten Monate in der Schule die Idee, im Ruhestand seine eigene Werkstatt zu eröffnen. Kurzerhand lagerte er die gesamte Einrichtung erneut um und bietet nun Workshops, Ferienprogramme und Kindergeburtstage an. Auch Jugendliche und Erwachsene sind in den Workshops willkommen.

Für den Workshop öffnet die Werkstatt in der Zornstraße 17 jeden Mittwoch von 16.00 bis 18.30 Uhr.

Fragen beantwortet Bertram Schmitt per Telefon unter 06241-59 20 37 oder per E-Mail unter der-kleine-gutenberg@werkstatt-schule.de.

Bericht, Wormser Zeitung, 11.04.16